Auftrag für neue Wasseraufbereitung zur Schwermetallreduzierung
Bayreuth/Baunach, 2. Juli 2010 - Die Stadt Baunach hat das Wassertechnikunternehmen Krüger WABAG mit dem Bau einer Anlage zur Uranentfernung aus dem Trinkwasser beauftragt. Die oberfränkische Gemeinde hat sich für diese Investition entschieden, um mit der Entfernung des geologisch bedingt vorhandenen Schwermetalls die Qualität des Trinkwassers für die Menschen im Verteilungsgebiet nachhaltig zu verbessern. Bis zum Sommer dieses Jahres wird die Anlage durch Krüger WABAG, einem Tochterunternehmen von Veolia Water Solutions & Technologies, geliefert und in Betrieb genommen.
Wasseranalysen hatten gezeigt, dass das Trinkwasser in Baunach einen Urangehalt von rund 17 µg/l aufweist. Entsprechend der für dieses Jahr geplanten Novellierung der Trinkwasserverordnung soll in Deutschland ein verbindlicher Grenzwert von 10 µg/l eingeführt werden. „Mit der neugebauten Anlage werden wir zuverlässig die kontinuierliche Einhaltung der Zielwerte sicherstellen und unsere Bürger mit einem hochwertigen Trinkwasser versorgen", betont Ekkehard Hoyer, Erster Bürgermeister von Baunach. Mit der vorgesehenen Wasseraufbereitung nach dem Uranex-Verfahren soll der Urangehalt auf Werte von kleiner ein Mikrogramm pro Liter gesenkt werden.
Baunach liegt nur 25 Kilometer von Hirschaid entfernt, dem Ort, wo bereits seit 2008 die europaweit erste Uranex-Anlage erfolgreich in Betrieb ist. Die rund 4.000 Einwohner werden mit circa 40 bis 60 Kubikmeter Trinkwasser pro Stunde versorgt. Bei dem hier ausgewählten Uranex-Verfahren, das von Krüger WABAG für die großtechnische Anwendung weiterentwickelt worden ist, wird Uran hochselektiv aus dem Wasser entfernt. Sämtliche weiteren Inhaltsstoffe des Wassers bleiben unverändert. Das Rohwasser tritt von oben in den Adsorptionsfilter ein und durchläuft diesen im Abstrom. Das uranreduzierte Wasser verlässt den Filter unterhalb des Düsenbodens. Das hochwirksame Filtermaterial wird nach einer bestimmten Zeit in Abhängigkeit von den Zulaufwerten und der Wassermenge ausgetauscht und gemäß dem Kreislaufwirtschaftsgesetz verwertet.