Tertiary Treatment

 

Der Begriff Tertiary Treatment hat sich in der Abwassertechnik weitgehend etabliert und beschreibt die Behandlung des Ablaufs einer konventionellen Abwasserbehandlungsanlage mittels einer Membranfiltration unter anderem zur Hygienisierung.

Hierdurch ergibt sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Ohne aufwendige Umbauarbeiten einer bestehenden Anlage wird das Abwasser hygienisiert und ein weitgehender Keimrückhalt erzielt. Somit ist die direkte Einleitung in Badegewässer möglich oder es kann direkt landwirtschaftlich genutzt werden.

  • Es wird eine wesentlich höhere Ablaufqualität erreicht. Durch den Rückhalt der partikulären Biomasseflocken und die Erzielung eines praktisch feststofffreien Ablaufs erfolgt auch eine deutliche Reduzierung der Parameter CSB, N, P.

  • Mit einer zwischengeschalteten Nachfällung lassen sich extrem niedrige P-Werte erzielen

  • Aufgrund der vorhandenen konventionellen Biomassenabtrennung wird eine nachgeschaltete Membranfiltration mit einer deutlich geringeren Feststoffkonzentration beaufschlagt. Somit können kostengünstige Membranen mit einer höheren Packungsdichte eingesetzt werden.

  • Es ist problemlos möglich, je nach Bedarf lediglich einen angepassten Teilstrom zu filtrieren.

  • Der Ablauf bietet sich hervorragend für ein Recycling des Abwassers an, z. B. zu Waschzwecken oder als Kühlturmzusatzwasser. Eine weitere Aufbereitung des MBR-Filtrats in einer Umkehrosmose- oder Aktivkohle-Stufe findet eine zunehmende Verbreitung im industriellen Bereich. Aufgrund des feststofffreien Zulaufs werden hier eine höhere Betriebssicherheit, bessere Ausbeuten und wesentlich längere Standzeiten erzielt.