Die Kombination aus Belebtschlammverfahren und einer UF/MF-Membranfiltration wird als MembranBioRektor bezeichnet (BIOSEP®).
Hierbei wird zur Abtrennung der Biomasse anstelle der klassischen Verfahren - z. B. Nachklärbecken - die überragende Trennleistung moderner Membranfiltrationen genutzt.
Die Anordnung getauchter Unterdruck-Membranen erfolgt entweder direkt im Belebungsbecken oder in einer externen Einheit mit einer Rezirkulation.
Ein MBR hat folgende wesentliche Vorteile gegenüber einer konventionellen Abwasserbehandlung:
- Es wird eine wesentlich höhere Ablaufqualität erreicht. Durch den vollständigen Rückhalt der partikulären Komponenten und Mikroorganismen entsteht ein praktisch feststofffreier Ablauf und somit eine deutliche Reduzierung der Parameter CSB, N, P.
- Es erfolgt ein weitestgehender Keimrückhalt und das Abwasser wird hygienisiert. Somit ist z. B. die direkte Einleitung in Badegewässer möglich oder es kann direkt zur landwirtschaftlichen Beregnung genutzt werden.
- Beckenvolumina und Platzbedarf sind gegenüber konventionellen Belebungsanlagen erheblich geringer. Dieses beruht zum einen auf dem wesentlich höheren TS in einer MBR-Belebung (10-12 g/l gegenüber 3-4 g/l) und zum anderen auf dem völligen Entfall der flächenintensiven Nachklärung.
- Der Ablauf bietet sich hervorragend für ein Recycling des Abwassers an, z. B. zu Waschzwecken oder als Kühlturmzusatzwasser. Eine weitere Aufbereitung des MBR-Filtrats in einer Umkehrosmose- oder Aktivkohle-Stufe findet eine zunehmende Verbreitung im industriellen Bereich. Aufgrund des feststofffreien Zulaufs werden hier eine höhere Betriebssicherheit, bessere Ausbeuten und wesentlich längere Standzeiten erzielt.
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