Kommunale Abwasserbehandlung

 
Membrantechnik in der kommunalen Abwasserbehandlung

Membrantechnik in der kommunalen Abwasserbehandlung

Zunehmend steigende Anforderungen an die Ablaufqualitäten von Abwasserbehandlungsanlagen erfordern sowohl leistungsfähige als auch betriebssichere Verfahrenstechniken.

Besonders strenge Grenzwerte, insbesondere im Hinblick auf hygienische Parameter, sind dort gefordert, wo es zu direkten Beeinflussungen der menschlichen Gesundheit kommt bzw. das Wasser weiter genutzt werden soll. Hierzu zählen z. B.:

  • Einleitung in Badegewässer
  • Einleitung in Karstgebieten, wo es schnell zu einer Kontamination von Trinkwasserressourcen kommen kann
  • Landwirtschaftliche Beregnung
  • Infiltration zur Grundwasseranreicherung
  • Nutzung für industrielle Zwecke

Für diese Anwendungen setzt sich immer mehr die Membranfiltration durch. Dieses gilt auch für eine reine Hygienisierung. UV-Bestrahlungen, die in früheren Jahren noch häufig eingesetzt wurde, werden zunehmend durch Membrantechniken abgelöst, da so die Mikroorganismen wirklich zurückgehalten werden. Im Fall einer UV-Bestrahlung werden diese lediglich inaktiviert und bieten weiterhin ein Potential für eine Wiederverkeimung.

In ariden Gebieten oder bei einer drohenden Verbrackung eines Aquifers wird das Filtrat häufig direkt zur Beregnung oder indirekt zur Trinkwassergewinnung eingesetzt. Gerade in den letzten Jahren hat man auch erkannt, dass es bei der weiteren Aufbereitung eines Membranfiltrats wegen des niedrigeren osmotischen Drucks erhebliche Kostenvorteile gegenüber einer Meerwasserentsalzung gibt.

Aufgrund stark gefallener Systemkosten handelt es sich bei der Membranfiltration mittlerweile auch bei den Investitionen um eine wettbewerbsfähige Technik, die sich unabhängig von den überragenden Ablaufwerten bei entsprechenden Randbedingungen gegenüber konventionellen Verfahren als gleichwertig oder sogar kostengünstiger erwiesen hat. Hier hat insbesondere in den USA, im arabischen Raum und einigen mediterranen Ländern eine stürmische Entwicklung eingesetzt. Dieses gilt auch für Großanlagen. So sind nach derzeitigem Stand (2007) weltweit ca. 20 Abwasser-Membranfiltrationen mit einer Kapazität von beachtlichen 2.000 - 6.000 m3/h fertig gestellt oder im Bau!

Für viele Experten steht mittlerweile fest, dass sich bei kommunalen Abwasserbehandlungen die Membranfiltration in den nächsten Jahren nicht nur weiter verbreiten, sondern flächendeckend durchsetzen wird. Die Frage ist hierbei nicht das „ob", sondern das „wann". Neben den oben genannten Gründen kann nur so in den Niederlanden eine MTR-Qualität (maximum tolerable risk) von 2,3 mg/l Nges oder 0,1 mg/l P eingehalten werden.

Die Thematik der hormonell wirksamen Stoffe gewinnt ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Hier bietet sich die Membranfiltration als ideale Vorbehandlungsmaßnahme an, um die Elimination in einer weiteren oder kombinierten Verfahrensstufe sicherzustellen.

Mit der Aquantis GmbH steht Ihnen für diese komplexen Aufgabenstellungen ein ausgesprochen erfahrener Anlagenbau-Partner zur Verfügung. Dieses gilt sowohl für die Projektierung - insbesondere bei der Auswahl der optimalen Membran für jeden Anwendungsfall - als auch für die Projektabwicklung und Serviceleistungen.